Covid-19 - Unterstützung der Landbevölkerung durch Probigua Schweiz

Ja, wie hilft PROBIGUA der Bevölkerung von Guatemala? Nachdem der Lockdown in Guatemala seit April andauert, ist ein Transport auf der Strasse bewilligungs- und kostenpflichtig. Wenn ein Landwirt z.B. eine Tonne Zwiebeln hat, darf er diese  nicht in verschiedene Märkte bringen. Auch andere Gemüse und Früchte dürfen nur mit grossen Kosten transportiert werden. Manchmal lassen die Landwirte das Gemüse verfaulen, da sie es nicht verkaufen können. Das Problem geht aber weiter, wenn der Bauer keinen Samen kaufen kann, da er keine Einnahmen hat, kann er nicht ansähen für die nächste Ernte, so geht die Hungersnot das nächste Jahr weiter. Autobusse für Personentransporte gibt es nicht mehr. So haben wir uns überlegt, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Da PROBIGUA 600 junge Maya-Frauen zur Matura-Reife ausgebildet hat, welche über das ganze Land zerstreut wohnen, konnten wir auf einige zugreifen, und diese kauften Lebensmittel, packten diese in Plastiktaschen und brachten diese zu den ärmsten Familien und zu alleinerziehenden Müttern in ihrer Gegend. Das Echo war gross.  Haben doch 40% der Familien im Departement Quiché keinen Strom im Haus, so bekam ich von den Helferinnen viele Fotos von den Übergaben der Lebensmittel. Nun, nachdem wir das viermal gemacht hatten, hat unsere Vereinskasse enorm gelitten. So forderten wir die Bewohner auf, selber Gemüse, vor allem Kartoffeln zu setzen, diese haben ja vor 200 Jahren auch Europa vor dem Hungertod gerettet. Leider sind die Kartoffeln nur in Südamerika heimisch, dafür gibt es 2000 Sorten, die Mittelamerikaner ernähren sich hauptsächlich mit Mais und Bohnen. Viele Bilder habe ich per Internet zu den Helferinnen und andern dem Netz angeschlossenen Familien geschickt. Auch von Gemüsegärten von Muttenz. Selber habe ich vor einigen Jahren in einer Gemeinde auf 4000 müM Kartoffeln gesetzt, 100 Tage später beschenkte mich die Familie mit einem ebenso grossen Sack Kartoffeln, wie ich ihnen zum Setzen geschenkt hatte. Für Ausländer ist es momentan unmöglich, ins Land zu kommen, ein Viertel der Bevölkerung stirbt am Virus, ein anderer Viertel verhungert. Vor allem Kinder sind betroffen, die waren es aber schon seit Jahren. Ich werde mich bemühen, dass in allen Schulen ein grosses Pflanzbeet hergerichtet wird, damit die Kinder in der Schule schon das Überleben lernen.